Studiengang Bewertung von Spezialimmobilien:
Spezialimmobilienbewerter*in (DIA)

Die Bewertung von Spezialimmobilien erfordert ein tiefgehendes Verständnis individueller Objektmerkmale und spezifischer Nutzungsanforderungen. Anders als bei klassischen Immobilienarten ist die Wertermittlung nur in Teilbereichen normiert und häufig geprägt durch besondere rechtliche, technische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Trotz zunehmender Digitalisierung, KI-Modellen und EDV-unterstützten Bewertungsverfahren bleibt die Verantwortung der Bewertenden hoch, da viele Einflussfaktoren nur eingeschränkt vergleichbar sind. Die Anforderungen an Sachverständige steigen insbesondere dann, wenn komplexe Nutzungsstrukturen, Betreiberkonzepte oder objektspezifische Risiken berücksichtigt werden müssen. Eine fundierte Analyse sowie die Fähigkeit, objektspezifische Besonderheiten sachgerecht zu bewerten, sind daher unerlässlich.

Als Spezialimmobilienbewerter*in (DIA) verfügen Sie über umfassendes Fachwissen zur Bewertung unterschiedlichster Spezialimmobilien, wie beispielsweise Pflegeimmobilien, Hotels und Gastronomieobjekte, Logistikimmobilien oder Freizeit- und öffentliche Gebäude. Sie sind mit den relevanten Bewertungsmethoden vertraut und in der Lage, Besonderheiten der verschiedenen Objektklassen sowie rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sicher in Ihre Wertermittlung einzubeziehen.
Kenntnisse in der Datenanalyse, der Beschaffung objektspezifischer Informationen sowie der Bewertung individueller Betreiber- und Nutzungskonzepte runden Ihr Kompetenzprofil ab und ermöglichen Ihnen eine fundierte und sachgerechte Bewertung von Spezialimmobilien.

 

Inhalte

Diese Weiterbildung bereitet Sie optimal auf die spezifischen Anforderungen bei der Bewertung von Spezialimmobilien vor.

  • Sie können Bewertungsgutachten für Einzelobjekte ebenso wie für komplexe Spezialimmobilien-Portfolios analysieren, objektspezifische Werttreiber erkennen und fundierte Handlungsempfehlungen für Investoren und Betreiber ableiten.
  • Sie lernen die relevanten Bewertungsverfahren für Spezialimmobilien kennen und wenden diese praxisorientiert an. Dazu zählen unter anderem die Discounted-Cashflow-Methode (DCF), Vergleichswertansätze, kostenorientierte Verfahren sowie nutzungs- und betreiberspezifische Bewertungsansätze, die insbesondere bei Spezialimmobilien eine zentrale Rolle spielen.
  • Sie sind in der Lage, unterschiedliche Bewertungsansätze – auch im Spannungsfeld zwischen standardisierten Verfahren und objektspezifischen Besonderheiten – gegenüber Auftraggebern transparent darzustellen sowie Chancen, Risiken und Besonderheiten fundiert zu analysieren.
  • Sie erhalten umfassende und praxisorientierte Excel-Berechnungstabellen, die speziell für unterschiedliche Nutzungsszenarien von Spezialimmobilien entwickelt wurden und Sie bei der professionellen Wertermittlung unterstützen.

Gliederung der Themen

  • Einführung/Motivation/Grundlagen
  • Spezialitäten Ertragswertverfahren
  • Hotel- und Gastronomieimmobilien
  • Industrie-, Logistik- und Handelsimmobilien
  • Öffentliche/Sakrale Gebäude inkl. Gemeinbedarf
  • Gesundheits- und Pflegeimmobilien
  • Infrastrukturimmobilien (Energiewirtschaft, Netze) 

Studienform / Prüfungsverfahren

  • Das Präsenzstudium findet berufsbegleitend statt. Es wird mit einer Dauer von 6 Tagen von Montag bis Samstag durchgeführt. Zusätzlich wird auch die Hybridform für den Aufbaustudiengang angeboten. Sie haben die Wahl, ob Sie vor Ort im Haus der Akademien in Freiburg oder mit moderner Übertragungstechnik per LiveStream Zuhause oder aus dem Büro teilnehmen möchten. Bitte beachten Sie: Präsenzfortbildungen fördern durch direkten Austausch, spontane Interaktion und intensiveres Networking einen nachhaltigeren Lernerfolg als Online- oder Hybridformate.
  • Die Zeit dem Studienblock ist für das Selbststudium und die Anfertigung einer Case Study "Bewertung von Spezialimmobilien" vorgesehen. Hier wird anhand aus der Praxis abgeleiteter Fallstudien die Vorgehensweise bei der Bewertung von Betreiber- und Sonderimmobilien erarbeitet. Diese Aufgabe fließt in die Abschlussprüfung als Leistungsnachweis ein. Zusätzlich ist eine Präsentation der Case Study mit anschließender Fachprüfung vorgesehen Die an der Abschlussprüfung erfolgreichen Teilnehmer*innen können die Berufsbezeichnung "Spezialimmobilienbewerter*in (DIA)" führen.
  • Absolventen und Absolventinnen des Kontaktstudiengangs Sachverständigenwesen können nach erfolgreicher Teilnahme den bereits erreichten Titel Diplom-Sachverständige*r (DIA) für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken, für Mieten und Pachten um den Zusatz "sowie Spezialimmobilien" erweitern.

Zielgruppe

Dieser Studiengang richtet sich insbesondere an Absolventen und Absolventinnen des Kontaktstudiengangs Sachverständigenwesen der DIA, vereidigte oder zertifizierte Sachverständige, Architekt*innen und Bauingenieure/-techniker*innen aber auch an Praktiker*innen mit umfangreicher Berufspraxis in der Bauwirtschaft sowie der Verwaltung, im Management oder der Vermittlung von Immobilien. Der Lehrgang setzt Praxiserfahrung und den sicheren Umgang mit der Bewertung von Standardimmobilien voraus. Die normierten und nicht normierten Bewertungsverfahren sollten von Ihnen sicher im täglichen Umgang beherrscht sein.

 

Studiengebühren

  • Semestergebühren (pro Semester)                       1.950,00 €
  • Einschreibegebühr  (einmalig zu Beginn)                250,00 €
  • Prüfungsgebühr (bei Anmeldung - derzeit)             300,00 € *

Die Anzahl der Studienplätze ist begrenzt. Anmeldungen werden nach Eingang berücksichtigt. Studierende, die den Gesamtlehrgang belegen, werden dabei bevorzugt. Einzeltage sind nach Verfügbarkeit zu Konditionen von 450,00 €/Tag buchbar. Bei Buchung von mehreren Einzeltagen, ggf. auch über mehrere Jahre, wird maximal die Studiengebühr für den Gesamtlehrgang berechnet. Bei Belegung von Einzeltagen wird die Einschreibegebühr nicht berechnet.

*Die tatsächliche Höhe der Prüfungsgebühr(en) kann zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung angepasst sein. Dargestellt wird der aktuell gültige Gebührensatz.

 

Termine 

Kurs 1 - "HYBRID-Veranstaltung"
Studienblock vom 30.11. - 05.12.2026 (Montag bis Samstag)
Erstellung der Case Study ca. Dezember 2026 bis Januar 2027
Mündliche Prüfungen im Januar/Februar 2027
 

 

Downloads und weitere Informationen

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