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Kontaktstudiengang Sachverständigenwesen
Konzeption des Kontaktstudiengangs Sachverständigenwesen

Die zunehmende Internationalisierung auf den Immobilienmärkten und die Abkehr von der bisherigen Buy-and-hold-Strategie von Non-Property-Unternehmen führen zu einem steigenden Anteil an Bewertungs- und Beratungsbedarf. Spätestens seit 2005 müssen kapitalmarktorientierte Unternehmen ihre Konzernabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufstellen. Für Bestandsimmobilien ist dann zwingend, für Betriebsimmobilien wahlweise eine jährliche Neubewertung vorzunehmen. Im Gegensatz zu anderen Vermögensgütern verhindert die relativ lange Lebensdauer, die geringe Transaktionshäufigkeit und die Heterogenität von Immobilien dabei eine echte Bewertung durch den Markt. Die realitätsnahe Simulation dieses Marktes obliegt daher Sachverständigen. Eigentümer großer Immobilienbestände bedürfen deren Sachkompetenz zur fundierten Ermittlung von Werten und Renditen ebenso wie Fondsgesellschaften, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Projektentwickler, Banken und Versicherungen.

Die DIA will mit ihrem Kontaktstudiengang für Sachverständige die Absolventen in umfassender Weise auf diese Tätigkeit vorbereiten. Dazu sollen nicht nur die notwendigen theoretischen Kenntnisse vermittelt, sondern auch umfangreiche praktische Übungen zu konkreten Bewertungsproblemen durchgeführt werden. Dies spiegelt sich auch in der Dozentenauswahl wider, bei der sowohl Universitätsprofessoren als auch Praktiker für die Vermittlung des Lehrstoffs sorgen.

Dabei stehen zwei Ziele im Vordergrund:

  • Zum einen sollen die Studierenden das erlernen, was als wesentliche fachliche
    Voraussetzung für die Ausübung der Sachverständigentätigkeit auch seitens
    der Industrie- und Handelskammern bzw. der Zertifizierungseinrichtungen gefordert wird
  • Zum anderen soll der Studiengang wichtige unterschiedliche Aspekte
    ökonomischer Bewertungen von Grundstücken verdeutlichen, die im Rahmen
    eines konkreten „Freiburger Modells“ geübt werden.

Die fachlichen Inhalte erstrecken sich auf wirtschaftliche, technische und rechtliche Bereiche, deren Beherrschung Voraussetzung für die Anwendung von Bewertungsmethoden und die Abfassung von diesbezüglichen Gutachten ist. Ebenso werden Kenntnisse über Bewertungskriterien vermittelt, die vor allem Bauträgern, Kreditinstituten und Versicherungen angewendet werden. Seit Herbst 2006 wird das erste und zweite Semester alternativ auch am Studienort Hamburg angeboten. Der Studienort Bochum wurde 2010 in das Programm aufgenommen.

 

Das Kontaktstudium Sachverständigenwesen dient der wissenschaftlichen Vertiefung und Ergänzung berufspraktischer Erfahrungen. Es soll insbesondere

  1. Ihre bereits erworbenen Fachkenntnisse dem neuesten wissenschaftlichen Entwicklungsstand anpassen,
  2. den Überblick über die Zusammenhänge der Gesamtthematik erweitern,
  3. die Fähigkeit vermitteln, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden, zu erhalten und zu vertiefen,
  4. Spezialkenntnisse in bestimmten Bereichen vermitteln,
  5. Ihnen einen neuen Tätigkeitsschwerpunkt ermöglichen.

Das Kontaktstudium ist für Bewerber mit abgeschlossenem Hochschulstudium und für solche Bewerber vorgesehen, die die für eine Teilnahme erforderliche Eignung im Beruf oder auf eine andere Weise erworben haben.

 

Aufbau des Studienverlaufs mit den verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten

 

Das Studium findet berufsbegleitend in Form von Semestern statt. In jedem Semester sind innerhalb von zwei Wochen 100 Präsenzstunden zu absolvieren. Am Studienort Bochum wird der Besuch der ersten beiden Semester in kompakterer Form angeboten.
In Abständen von ca. 4–5 Wochen sind 8 Module mit jeweils 3-tägigen Präsenzblöcken (Donnerstag bis Samstag) zu belegen. Die Zeit zwischen den Vorlesungs- und Übungswochen ist für das Selbststudium zu nutzen und zum Teil für die Anfertigung von Hausarbeiten und Übungsgutachten vorgesehen.

Nach bereits zwei Studiensemestern ist es möglich einen ersten Abschluss zu erreichen. Die hier vorgesehene schriftliche Prüfung sowie die Einreichung von Prüfungsgutachten berechtigt zur Führung der Berufsbezeichnung Immobilienbewerter (DIA).
Dieser Bewerter soll insbesondere Bewertungen von Eigentumswohnungen, Ein- bis Zwei- und Mehrfamilienhäusern und Ertragsimmobilien (auch kleinere Gewerbeobjekte) durchführen können. Damit ist dieser neu geschaffene Abschluss besonders für erfahrene Praktiker, die im klassischen Immobiliengeschäft und in der Grundstücks- und Wohnungsvermittlung tätig sind, interessant.

Das Kontaktstudium zum Diplom-Sachverständigen (DIA) umfasst dann weitere zwei Semester, die ausschließlich am Studienort Freiburg durchgeführt werden. Diese dienen der Vermittlung der notwendigen Kenntnisse zur Erstellung von Gutachten komplexer Aufgabenstellungen im Gewerbeimmobilienbereich aber auch anspruchsvoller Inhalte, die für die tägliche Arbeit des  Immobiliensachverständigen elementar sind. Auch Problemstellungen wie die Erstellung von Mietwertgutachten, öffentliche Bewertung, Bewertung von Rechten an Grundstücken, Statistische Anwendungen, Gutachtensplausibilisierungen, Due Diligence oder Bewertung von Immobilienprojekten finden hier ihren Platz.

Zur Abrundung stehen Aufbaustudiengänge in den Fachbereichen "Internationale Immobilienbewertung" und "Bewertung von Bauschäden" zur Verfügung.

 

Adressaten des Kontaktstudiengangs / Zulassungsvoraussetzungen

Zielgruppen bilden die Absolventen der Studiengänge BWL, VWL, Jura, Architektur und Ingenieurwesen, aber auch Praktiker mit umfangreicher Berufspraxis, die den Kontaktstudiengang zur Spezialisierung im Bereich Immobilienwirtschaft nutzen wollen.

Zum Kontaktstudium Sachverständigenwesen kann zugelassen werden, wer:

  1. ein abgeschlossenes Studium technischer oder wirtschaftlicher Fachrichtung an einer Hochschule oder Fachhochschule und eine mindestens dreijährige praktische Tätigkeit in der Bau- und Immobilienwirtschaft, der Kreditwirtschaft, bei Versicherungen oder als Makler,
  2. ein abgeschlossenes Studium zum/r Immobilienwirt/in (Diplom DIA/VWA) oder vergleichbaren Abschluss und eine mindestens fünfjährige praktische Tätigkeit in der Bau- und Immobilienwirtschaft, der Kreditwirtschaft, bei Versicherungen oder als Makler,
  3. eine mindestens achtjährige praktische Tätigkeit in der Bau- und Immobilienwirtschaft, der Kreditwirtschaft, bei Versicherungen oder als Makler,
  4. eine mindestens dreijährige intensive gutachterliche Tätigkeit auf dem Gebiet „Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken”

absolviert hat.

Über Sonderfälle, in denen keine der vorgenannten Bedingungen erfüllt werden können, entscheidet der Studienleiter der Akademie. Für Gasthörer, d.h. Teilnehmer, die die Abschlussprüfung nicht ablegen wollen, gelten die obigen Voraussetzungen nicht.

 

Zertifizierung von Immobiliensachverständigen vs. öffentliche Bestellung und Vereidigung

Das deutsche System der öffentlichen Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen ist auf internationaler Ebene unbekannt. Dort wird mit der Norm DIN EN ISO/IEC 17024 das Prinzip der Zertifizierung von Qualitätsstandards auf die Tätigkeit von Sachverständigen übertragen.

Mit der akkreditierten Zertifizierungsstelle der DIA Consulting AG steht seit dem Frühjahr 1999 ein kompetenter Partner für die Sachverständigenzertifizierung zur Seite.

Weitere Informationen zur Zertifizierung nach DIN EN ISO/IEC 17024 erhalten Sie hier:
Weitere Informationen zum Thema Zertifizierung nach DIN EN ISO/IEC 17024

 

Starttermine der Studiengänge

Studienort Bochum (1. + 2. Semester in Form von 3 Tages-Blöcken)

  • Kurs 43:   02. März 2017

Studienort Freiburg (1. - 4. Semester in 14 Tagespräsenzen)

  • Kurs 42:   29. August 2016
  • Kurs 43:   06. März 2017
  • Kurs 44:   28. August 2017
  • Kurs 45:   26. Februar 2018
  • Kurs 46:   27. August 2018

Studienort Hamburg (1. + 2. Semester in 14 Tagespräsenzen)

  • Kurs 42:    22. August 2016
  • Kurs 44:    21. August 2017
  • Kurs 46:    20. August 2018

Den ausführlichen Terminplan mit allen weiteren Semesterterminen finden Sie hier: Terminplan

 

Studiengebühren
  •    250,00 €  -  Einschreibegebühr (einmalig)
  • 1.550,00 €  -  Hörergebühr (pro Semester)
  •    300,00 €  -  Wiederholungsgebühr (pro Semester)
  •    300,00 €  -  Prüfungsgebühr - Immobilienbewerter/in (DIA)*
  •    200,00 €  -  Überprüfung von Immobiliengutachten*
  •    350,00 €  -  Prüfungsgebühr - Diplom-Sachverständige/r (DIA)*

*Die tatsächliche Höhe der Prüfungsgebühr(en) kann zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung angepasst sein. Dargestellt wird der aktuell gültige Gebührensatz.

 

Downloads und weitere Informationen